
Von der Hotellerie in die eigene Tapas-Bar: Andreas Steinberger bringt seit 2021 mit Taberna de la Mancha ein Stück spanische Esskultur in die Lerchenfelder Straße.
Mitten im Lerchenfeld hat Andreas Steinberger mit der Taberna de la Mancha einen Ort geschaffen, der zeigt, wie viel Freude es macht, gemeinsam zu bestellen, zu teilen und zu genießen.
Im Interview mit Andreas Steinberger, Inhaber der Taberna de la Mancha:
Wie kam es zur Eröffnung deines Lokals?
Ich bin mein ganzes Leben in der Gastronomie, hauptsächlich Hotellerie. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, war ich fünf Jahre lang in zwei Innenstadthotels Hoteldirektor. Dann kam Corona und ich wusste nicht, wie ich weitermachen soll, weil ich sehr viele unangenehme Personal Entscheidungen treffen musste – das war schlimm.
Als ich in Kurzarbeit war, kam die Idee, ein Tapas-Lokal aufzumachen. Die hatte ich eigentlich bereits, als ich 5 Jahre in Valencia und ein Jahr in Bilbao gelebt habe. Die Küche hat mich immer interessiert und es war immer die Idee, das zu machen. Doch die Ablösungen von so einem Lokal sind für jemanden, der sich das selbst erwirtschaftet, eigentlich nicht erschwinglich. Aber in Corona sind die Ablösungen extrem nach unten gegangen. Also habe ich in sehr vielen Bezirken gesucht, aber eigentlich wollte ich schon in die Lerchenfelder Straße. Ich hatte früher in Kaiserstraße gelebt und kenne deswegen Lerchenfelder Straße recht gut. Dann hat es hat sich sehr ergeben, dass dieses Lokal um zwei Drittel günstiger war – und so habe ich hier während Corona, 2021, eröffnet.
Was macht das Taberna de la Mancha so besonders?
Wien hat extrem wenige typisch spanische Tapas-Bars. Diese Tischkultur, in der man Sachen zusammen bestellt, zusammen teilt, zusammen isst, ist in der österreich-deutschen, ungarischen Mentalität halt nicht so sehr verbreitet. Deswegen ist es schön, wenn man auch sowas einmal herzeigen kann. Ich mache das jetzt seit fünf Jahren und es kommen immer mehr Leute, die das Teilen von Essen mögen. Außerdem habe ich einen unglaublich guten Küchenchef und ich koche selber auch gerne in der Küche – einfach vorbeikommen und sich die Gerichte mal anschauen, würde ich mal sagen (lacht).
Es ist halt ein sehr kleines Restaurant, dass man gern verpasst, wenn man draußen vorbeigeht. Es lebt halt durch Mundpropaganda und das kann man nur erreichen, wenn man eine gute Küche hat und ein gutes Service hat.
Was verbindest du mit der Lerchenfelder Straße?
Die Straße ist eine unglaublich diverse Foodmeile: Es gibt eine der besten Pizzerien, die La Spiga, es gibt eines der besten Fischlokale, es gibt das Vini per Tutti, es gibt die Prosecco Bar, wo sich Jung und Alt trifft. Gäste ziehen Gäste an und das Schöne ist: Niemand nimmt dem anderen ein Geschäft weg, weil es alles andere Konzepte sind, das ist unglaublich gut. Ansonsten ist es schade, dass es nicht noch diversifiziertere andere Geschäftslokale gibt.
📍 Taberna de la Mancha – Lerchenfelder Str. 60, 1080 Wien
🌐Taberna de la Mancha – Cafè, Tapas Bar & Restaurant
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