Stadtforschungsprojekt: Aufbruch in die Nähe – Wien Lerchenfelder Straße

Von 2009 bis 2011 haben wir unter dem Titel Aufbruch an die Nähe an einem groß angelegten Recherche-, Interview-, Ausstellungs- und Buchprojekt zur Lerchenfelder Straße gearbeitet. Zu den Fragen, die uns damals geleitet und begleitet haben, zählten unter anderen: Was erzählt die Lerchenfelder Straße? Was erzählt eine Straße über die Gegenwart und die Geschichte der Stadt? Und: Was erzählt eine Straße über die Gegenwart und die Geschichte globaler Verknüpfungen?

Zum Projekt
Ab Anfang des Jahres 2009 gingen die Wiener Stadtforscherinnen Elke Krasny und Angela Heide gemeinsam diesen Fragen entlang der Lerchenfelder Straße nach.
Der Ruf, der der Lerchenfelder Straße damals noch „vorauseilte“, war kein guter. „Bei näherer Betrachtung stellen sich die Dinge jedoch völlig anders dar: international, vielschichtig, widersprüchlich und voll der individuellen (Über-)Lebens- und Arbeitsstrategien, geprägt von Menschen, die hier seit Generationen ein Geschäft haben oder sich hier als MigrantInnen eine neue Existenz aufgebaut haben.“ (Pressetext 2009)

Pressetext 2009
Straßen, die kein „touristisches Image“ haben, werden meist marginalisiert oder nur als periphere Randlagen wahrgenommen. Die Lerchenfelder Straße steht exemplarisch für eine europäische Straße von heute. Sie ringt um neue Identität, sucht nach urbanen Handlungsmöglichkeiten Was man in der Lerchenfelder Straße ganz spezifisch erfahren kann ist, wie das Gesicht der europäischen Straße in Zukunft aussieht und wie sich Straßen ständig neu erfinden müssen.
Das von Elke Krasny/Gesellschaft für Kulturanalytik und Angela Heide/artminutes initiierte Projekt Aufbruch in die Nähe. Wien Lerchenfelder Straße begegnet einer ganz normalen Straße in ihrer gegenwärtigen sozialen und topografischen Vielschichtigkeit anhand persönlicher Nahaufnahmen.
Mit Neugier und Interesse, mit Fotokamera und Aufnahmegerät wird über viele Monate die Straße und die in ihr tätigen Menschen erforscht: Was erzählt der aus Tamarkand stammende und über viele Jahre staatenlos gewesene Lebensmittelhändler, was der Wiener Architekt und Sohn eines Stehweinstubenbesitzers, was die Südtiroler Modemacherin, der Eishersteller mit serbischen Wurzeln, der in Italien gelernt hat, was die in Bangkok aufgewachsene Schmuckdesignerin oder die aus Ostrava kommende Plattenladenbesitzerin über ihr Leben vor ihrer Begegnung mit und ihrem Leben in der Lerchenfelder Straße?


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Beruf und Berufung in der Lerchenfelder Straße: Menschen mit Pioniergeist und Vision erzählen über ihre Motivation, ihre Leidenschaft für die Josefstadt und ihre Überzeugung für Einzelhandel und Serviceleistungen im Achten.

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