14. Juli 2021: Unsichtbares Handwerk − Führung #1_2021

Wir freuen uns sehr, dass die vor fünf Jahren begonnene Kooperation mit dem Eintagsmuseum und dessen Projekt Unsichtbares Handwerk auch dieses Jahr wieder fortgesetzt werden kann. Das von Johanna Reiner initiierte umfangreiche Rechercheprojekt geht seit 2016 individuellen Geschichten von Handwerksbetrieben in Wien nach und setzt diese in Beziehung zu baulichen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Stadt Wien. Die handwerkliche Arbeit, das über Generationen weitergegebene Wissen sowie die Anpassungsfähigkeit und das unternehmerische Geschick der einzelnen Handwerker*innen stehen dabei im Vordergrund.
Die Lebendige Lerchenfelder Straße ist von Beginn an wesentlich am Projekt beteiligt und für Organisation und Administration verantwortlich.

Nähmaschine, Kleber, Schere.
Im Rahmen der Sommertouren 2021 – zugleich Start des neuen Projektes Handwerk & Lehre in West Neubau – führte der erste gemeinsame Spaziergang zuerst in die Kaiserstraße 8 (1070 Wien) und zur Firma Taschner Alexander. Inhaber seit 2017, Alexander Rippka, erzählte dabei den Besucher*innen, wie heute noch in Handarbeit kunstvolle Ledertaschen produziert werden. Die Gäste konnten die 2018 bezogene neue Werkstätte wie auch die edlen Werkstücke im Detail ansehen, die unterschiedlichen Materialien näher kennenlernen und mit welchen Werkzeugen Taschen hier bis heute in Handarbeit hergestellt werden.

Vom Modus zum Domus.
Von dort ging es in die Westbahnstraße 5a (1070 Wien) und zu MODUS VIVENDI. 1988 von Charlotte Maager gegründet, stiegen bald schon Monika Bacher und 1996 Vera Sperl in den heutigen Drei-Frauen-Power-Handwerksbetrieb ein. Erzeugt wird Mode von höchster Qualität und mit modernsten Schnitten und in feinster Strick- und Webstoff-Arbeit. Über die Geschichte des Betriebs und seine wechselvolle (Standort-)Geschichte, der zuletzt 2017 mitten in den „7ten“ und an den Beginn von „West Neubau“ führte, wurde bei diesem Spaziergang in kleiner, anregender Runde lebendig und lebensnah im DOMUS VIVENDI Store erzählt.


Wer mehr über die ehemalige Taschenproduktionsfirma Bartik, später Pattermann und heute Rippka erfahren will, dem empfehlen wir diesen schönen Artikel auf „im7ten“: Wie aus “anno dazumal” “heute” wurde – Albert Pattermann, https://www.im7ten.com/wie-aus-anno-dazumal-heute-wurde-albert-pattermann/

Fotos: Angela Heide (Sujetfoto); René Patschok (Führungen); Veronika Fischer/www.taschneralexander.wien/werkstatt/



Beruf und Berufung in der Lerchenfelder Straße: Menschen mit Pioniergeist und Vision erzählen über ihre Motivation, ihre Leidenschaft für die Josefstadt und ihre Überzeugung für Einzelhandel und Serviceleistungen im Achten.

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